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Schirmherr: S.K.H. Franz Herzog von Bayern
Eine Veranstaltung der
Münchner Künstlerhaus-Stiftung

in Zusammenarbeit mit

Akademie der Bildenden Künste, München
Bay. Landesamt für Vermessung und Geoinformation, München
e.a. münchen, Verein zur Förderung zeitgenössischer Druckgrafik
Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten, München
Erzbischöfliches Ordinariat, München
Lebensversicherung von 1871 a. G. München
Planparallel, Verlag und Druckwerkstatt für Originalgrafik
Römerturm Feinstpapier GmbH & Co. KG
Staatliche Graphische Sammlung in der Pinakothek der Moderne, München
Verein für Originalradierung, München
Bankhaus Merck, Finck & Co
MBF Kunstprojekte



PRINTMAKING BEYOND THE BORDERS

In den letzten Jahren entstand im Bereich der künstlerischen Druckgrafik, und besonders im Umfeld der Lithografie, weltweit eine neue Kultur des Austausches und der Kooperation. Während vorangegangene Generationen professionell für den kommerziellen Gebrauch der Lithografie ausgebildet wurden, künstlerische Lithografen ihr erworbenes Können und Wissen geheimnisvoll für sich hüteten, ist heute die Kommunikation zwischen den Künstlern offener. Man diskutiert und fördert die Weiterentwicklung der Lithografie und eignet sich ein spartenübergreifendes Verständnis innerhalb der Druckgrafik an. Moderne soziale Netzwerke wie facebook und twitter fördern einen schnellen und angeregten internationalen Austausch.

So hat das befürchtete „Druckereisterben“ zwar eingesetzt, wird aber von fast ebenso vielen Neugründungen und engagierten
Projekten aufgefangen. Eine junge Generation von Künstlern und Druckern pflegt das Medium mit innovativem Esprit und neuen Ideen. Die aktuellen Positionen der Druckgrafik experimentieren frei mit technischen Grenzen, verschmelzen Techniken und sprengen Dimensionen. Druckgrafik ist heute nicht mehr das klassische Tafelbild und nicht mehr an den berühmten Nagel in der Wand gefesselt: Künstler nutzen druckgrafische Techniken für Animationen, Skulpturen und erforschen auch die neueste Technik: den dreidimensionalen Druck. Die Zukunft der Lithografie sehen sie nicht als eine Technik der Reproduktion, sondern vielmehr als ein nicht limitierbares experimentelles künstlerisches Medium mit dem Blick in Richtung Unikat. Hier ist z.B. die Neugründung `keystone- editions´ in Berlin und der kürzlich ins Leben gerufene Verlag `planparallel´ im süddeutschen Raum zu nennen.

Die II. Europäischen Lithografietage 2012, ausgehend von derLithografiewerkstatt Steindruck München im Münchner Künstlerhaus, sollen einen Überblick über diese neuen Entwicklungen geben und bieten am Ursprungsort der Steinlithografie Künstlern, Galeristen und Steindruckern einen unmittelbaren, praktisch orientierten substantiellen Austausch über die heutige Position und Tendenzen der Lithografie. Darüber hinaus schaffen Vorträge international anerkannter Fachleute und Gespräche eine Basis für die Weiterentwicklung der Qualitäten des Steindrucks.
Nicht nur die Fachleute, auch ein breites interessiertes Publikum soll die Möglichkeit erhalten, die Lithografie vielseitig kennen zu lernen und aktiv zu erleben, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und Freude an einer Technik zu bekommen, die sonst nicht leicht so zugänglich ist.